Wissenswertes über die Gemeinde Mettenheim

Gemeinde Mettenheim: Wissenswertes über die Gemeinde Mettenheim

Ortsgeschichte

Mettenheim gehörte zum Rentamt Landshut und zum Landgericht Neumarkt des Kurfürstentums Bayern. Mittels der Obmannschaft Mettenheim übte das Erzstift Salzburg bis zu seiner Aufhebung im Jahr 1803 die niedere Gerichtsbarkeit über seine hiesigen Untertanen aus.
Mettenheim und seine Gemeinde gehörten daher zu dem sehr alten Besitz der Salzburger Bischofskirche rings um Mühldorf, der sich später zum "Vogt- und Propsteigericht" des Hochstifts Salzburg mitten im Herzogtum Bayern nordwestlich und südwestlich der Stadt entwickelte. Infolgedessen finden sich die frühesten Erwähnungen Mettenheims in Salzburger Quellen.
In dem im 12. Jahrhundert mit Bertoldus und Friedericus de Mettinheime urkundlich erwähnten Ortsadel darf man Salzburger Ministerialen erblicken. In späterer Zeit war Mettenheim Obmannschaft des Unteramtes Altmühldorf des obengenannten Vogtgerichts. Zu dieser Obmannschaft gehörte im Bereich der heutigen Gemeinde auch noch Dingfurt, Geier, Harthausen, Haubing, Hechfelden, Lochheim, Neufahrn, Stenging und Zehenthof. Wenn auch die einstige Zugehörigkeit der Gemeindeflur eindeutig feststeht, so hat sich das grundherrschaftliche Bild im Lauf der Zeit doch stark gewandelt.
Aus dem einst geschlossenen Salzburger Besitz entstanden viele kleine Grundherrschaften; im 18. Jahrhundert waren als Obereigentümer der Anwesen in der Obmannschaft Mettenheim neben Erzstift und Domkapitel Salzburg noch vertreten das Kollegiatstift Mühldorf, die Klöster Isen und Berchtesgaden, Au, Gars und Seeon, die Kirchen Mettenheim und Neufahrn und zahlreiche adelige Besitzer.

Das Wappen

Amtliche Wappenbeschreibung (Blasonierung)
In Rot ein silberner Balken; aufgelegt der auf einem silbernen Drachen stehende geflügelte hl. Michael in goldner Rüstung, der mit der Rechten über dem Haupt ein silbernes Schwert schwingt und mit der linken einen goldenen Schild mit der Aufschrift QUIS UT DEUS hält.

Wappengeschichte

Der silberne Balken in Rot aus dem Wappen des Erzstifts Salzburg stellt eine Verbindung zur frühen Geschichte Mettenheims her. Der Ort kam schon im 8. Jahrhundert als Schenkung Herzog Odilos an den Bischof von Salzburg und gehörte bis zum Ende des Alten Reichs Anfang des 19. Jahrhunderts zu dem mitten im Herzogtum Bayern gelegenen Salzburger Vogtgericht Mühldorf (Unteramt Altmühldorf). Die Figur des heiligen Michael auf dem Drachen bezieht sich auf den Patron der Pfarrkirche von Mettenheim. Zudem bestand in Mettenheim bis in das 19. Jahrhundert eine bedeutende Michaeli-Bruderschaft, die ein eigenes Siegel mit ihrem Patron führte. Durch die Aufnahme der Heiligenfigur in das Gemeindewappen wurde ein altes örtliches Abzeichen wiederbelebt.

Wappendaten

Wappenführung seit: 1953 Wappen
Rechtsgrundlage: Beschluss des Gemeinderats und Zustimmung des Staatsministeriums des Innern
Beleg: Ministerialentschließung vom 05.10.1953

Basisdaten

Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Mühldorf a. Inn
Geografische Lage: Koordinaten: 48° 16´ N, 12° 28´ O
Höhe: 405 m ü. NN
Fläche: 27,24 km²
Einwohner: 3.397 (12. Januar 2015)
Bevölkerungsdichte: 124,71 Einwohner je km²
Postleitzahl: 84562
Vorwahl: 08631
Kfz-Kennzeichen:
Gemeindeschlüssel: 09183127

Geografie

Mettenheim liegt in der Region Südostoberbayern.
Es existieren folgende Gemarkungen: Gumattenkirchen, Lochheim, Mettenheim

Einwohnerentwicklung

Auf dem Gebiet der Gemeinde wurden 1970 1.672 Einwohner, 1987 2.015 Einwohner, dann 2000 2.870 Einwohner und im Jahr 2015 3.397 Einwohner gezählt.

Politik

Bürgermeister ist Stefan Schalk (CSU).

Gemeindefinanzen

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 2012 2.366 T€, davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 674 T€.

Berühmte Persönlichkeiten

Gerd von Haßler (1928-1989), deutscher Journalist, Hörspielsprecher, Musiker, Autor und Produzent, lebte und arbeitete in Mettenheim (Bayern).

Wirtschaft und Infrastruktur

Es gab 2012 im Bereich der Land- und Forstwirtschaft vier, im Produzierenden Gewerbe 127 und im Bereich Handel und Verkehr 33 sozialversicherungs-pflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 1.335. Im verarbeitenden Gewerbe (sowie Bergbau und Gewinnung von Steinen und Erden) gab es 14 Betriebe, im Bauhauptgewerbe vier Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 2012 52 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 2.291 ha. Davon waren 1.970 ha Ackerfläche.

Bildung

Im Jahr 2012 existierten folgende Einrichtungen:
  • Kindergärten: 1 mit 141 Kindergartenplätzen mit 121 Kindern
  • Volksschulen: 1 mit 8 Lehrern und 127 Schülern